Club Courage geschlossen. (seit 01.03.2014)

 
Der Club Courage war ein offenes, vollständig selbstverwaltetes Zentrum für Jugend, Kultur, Umwelt und Politik in Mauritz-West (Münster). Es lebte von kreativem Input und freiwilliger Unterstützung.

Seit Juli 2005 fanden im Club Courage Kulturveranstaltungen (Konzerte, Partys, Lesungen etc.) statt, die zu 99% keinen Eintritt kosteten. Außerdem gehörten politische Diskussionsveranstaltungen und Seminare zu verschiedensten Themen ebenso zum Programm, wie regelmäßige Termine, die zum Verweilen und zum Austausch einluden.

Es ging nicht nur darum, unabhängig von bestehenden Institutionen eigene Akzente zu setzen, sondern dies auch unkommerziell, selbstorganisiert, basisdemokratisch und mit einem offenen Charakter zu realisieren.

Der Club Courage bot zudem Raum und Infrastruktur, die auch für Treffen und Veranstaltungen diverser kultureller und politischer (Jugend-)Gruppen offen standen.

Nach über 9 Jahren, unzähligen Vorträgen, Lesungen, Seminaren, Konzerten, Partys und langen Plena hat das Projekt “Club Courage” die Räume an der Sternstraße 31/im Hinterhof der Friedensstraße 42 zum 01. März 2014 mit ungewisser Zukunft verlassen.

In dieser Zeit haben viele unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen hier einen Ort erhalten sich zu treffen, eigene Ideen umzusetzen und ihre Projekte weiterzuentwickeln. Der Club Courage ermöglichte dies in einem vollständig selbstverwalteten, unkommerziellen und offenen Rahmen.

Dabei hatten alle, die das Zentrum fortführen wollten, von Beginn an mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen: Probleme mit der Finanzierung und die Bewältigung der alltägliche Organisation lasteten auf zunehmend immer wenigeren Schultern. Diese Situation spitzte sich – trotz mehrerer interner wie öffentlicher Aufrufe – in den letzten zwei Jahren drastisch zu. Zwar konnten die seit der Eröffnung angefallenen Schulden im Laufe der 12 Monate vor der Schließung mit viel Engagement stark reduziert werden, das hohe finanzielle Risiko und die anfallende Arbeit waren aber für den verbleibenden, interessierten Personenkreis nicht mehr zu stemmen.